BUND KlimaschutzDer Emissionshandel und die StromkonzerneInvestitionen fördern und Strompreise senkenBundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium wollen im Aprileinen Entwurf für die Zuteilung der CO2-Emissionsrechte von 2008-2012 vorlegen. Der BUND fordert, dass die klimaschäd- lichen Kohlekraftwerke dabei nicht gegenüber Erdgaskraftwerken bevorzugt werden. Bisher erhalten neue Steinkohle- und Erdgaskraftwerke kostenlose Emissionsrechte in Höhe ihrer jeweiligen Emissionen. Da Kohle billiger ist als Gas werden so die Kraftwerksbetreiber vom Staat in die Kohleverstromung getrieben. Gleichzeitig steigen damit die Strompreise: Durch den vermehrten klimaschädlichen CO2-Ausstoß werden die Emis- sionsrechte knapp und teuer. Die Kraftwerksbetreiber geben die Zertifikatpreise an die Strompreise weiter und machen Sonder- gewinne in Milliardenhöhe. Der BUND fordert deswegen einen brennstoffunabhängigen Benchmark - einen Effizienzstandard, mit dem alle Kraftwerke je produzierter Megawattstunde Strom die gleiche Zahl an Zertifikaten erhalten. Effiziente Kraft- Wärme-Kopplungs-Anlagen und Erdgaskraftwerke könnten dann überschüssige Zertifikate verkaufen - ein wichtiger Investitionsanreiz. BUND-Eckpunkte zum Emissionshandel Kohlestrom ist der Klimakiller Nummer EinsStoppt RWE und Vattenfall !
45 Prozent der klimaschädlichen Kohlendioxidemissionen in Deutschland stammen aus der Stromerzeugung. Mehr als 80 Prozent davon gehen dabei auf das Konto von Kohlekraftwerken. In diesen Kraftwerken entweicht über die Hälfte der Energie ungenutzt durch die Kühltürme. RWE und Vattenfall sind die größten Betreiber von Kohlekraftwerken in Deutschland. Darunter sind zahlreiche über 30 Jahre alte Dreckschleudern mit katastrophalen Emissionswerten. Die nächsten Jahre sind entscheidend: RWE, Vattenfall und weitere Unternehmen wollen mehrere Milliarden Euro in den Bau neuer Kraftwerke investieren – zum großen Teil setzen sie dabei auf die klimaschädliche Kohle. Das muss verhindert werden! Der BUND engagiert sich gemeinsam mit den Bürgerinitiativen und Gemeinden in den vom Kohleabbau betroffenen Gebieten für eine klimaverträgliche Stromerzeugung. Im schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien liegt die Zukunft. Und kurzfristig kann die Klimabelastung mit der effizienten Erzeugung von Strom und Wärme in KWK-Anlagen deutlich reduziert werden. Klimakiller RWE:Der BUND-Nordrhein-Westfalen kämpft gemeinsam mit Bürgerinitiativen, Kirchen und Kommunen gegen den Braunkohleabbau und für eine zukunftsfähige Energiepolitik. Hintergrundinformationen des BUND-Nordrhein-Westfalen über die Tagebaue Garzweiler, Hambach und Inden und über die Kohlekraftwerke des RWE.Klimakiller VattenfallDas zweitgrößte deutsche Braunkohlegebiet befindet sich in der Lausitz in Brandenburg. Dort betreibt der schwedische Energiekonzern Vattenfall in den Kraftwerken Jänschwalde, Boxberg und Schwarze Pumpe alleine drei von den Top-Ten der klimaschädlichsten Kraftwerke in Deutschland. Infos des BUND-Brandenburg zur drohenden Zerstörung der Lacoma-Teiche durch Vattenfall.Bestehende und geplante Kohlekraftwerke in DeutschlandDer WWF hat eine interaktive Karte mit den 30 klimaschädlichsten Kohlekraftwerken in Deutschland veröffentlicht. Zur Zeit werden an zahlreichen Standorten in ganz Deutschland neue Kohlekraftwerke geplant: Infografik der FAZ.Grüner Strom – es geht auch ohne KohleHier finden Sie die vom BUND empfohlenen Anbieter für Strom aus erneuerbaren Energien. |
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