BUND Klimaschutz

Saubere Kohle gibt es nicht

Kohlekraftwerke sind Dreckschleudern. Sie stoßen viel Kohlendioxid (CO2) aus, das unser Klima ruiniert. Das muss nicht sein – versprechen die Energiekonzerne. Doch was ist von diesem Versprechen zu halten?

Technisch ist vieles machbar. Die Folgen und „Nebenwirkungen“ werden jedoch meist nicht beachtet. Genauer betrachtet zeigt sich, dass die Speicherkapazitäten in früheren Gasspeichern begrenzt sind und ökologische Folgen in Aquiferen nicht erforscht sind. Ein Einpumpen des CO2 in die Tiefen der Weltmeere verbietet sich ohnehin, will man nicht eine immense ökologische Katastrophe durch die Versauerung und Zerstörung der Meeresfauna heraufbeschwören. Der Mythos „Saubere Kohle“ ist ein Alptraum.

Kaum beachtet ist, dass kein Speicher 100%ig auf Dauer dicht ist. So würde bei einer Leckrate von 0,1 – 1% das CO2 in 100-1000 Jahren doch wieder in die Atmosphäre gelangen. Schon mehren sich Meldungen, nach denen eingelagertes CO2 durch Säurereaktionen zu Gesteinsveränderungen geführt haben. Dies würde eine unglaubliche „Erblast“ des fossilen Zeitalters für künftige Generationen darstellen. Mehr noch – die CO2-Abscheidung, Transport und Speicherung bedingt einen Energie-Mehraufwand von 10-15% in den Kraftwerken. Damit wird aber zunächst mehr Kohle verfeuert, so dass am Ende sogar mehr CO2 in die Umwelt gelangen kann als ohne diese Technik.

Die Abtrennung und Lagerung von CO2 gefährdet die Umwelt. Kohlekraftwerke mit CO2- Abscheidung werden viel Geld. Sie sind daher weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll – auch nicht als Übergangstechnik: Warum sollte man gefährlichen und teure Umwege gehen, wenn man schon heute in erneuerbare Energien und in mehr Energieeffizienz investieren kann?

Hier gibt es die Position des BUND zum Herunterladen:


Download     BUND-Position CO2-Abscheidung

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