BUND Klimaschutz

Nr. 6 (24.5.2006) Wo einst Farmland war, findet das Vieh kein Gras mehr

In Daniel Suyangus Kindheit kam der Regen noch zuverlässig. Zweimal im Jahr lagen schwere schwarze Wolken über der weiten Ebene zwischen Kenias Küste und dem Hochland, dann wurde gesät. "Aber seit einigen Jahren ist auf den Regen kein Verlass mehr", sagt der Massai. Immer trockener wurde das Land, das er bewirtschaftet. Seine Pflanzen verdorrten vor der Ernte auf den Feldern, sein Vieh fand kein Gras mehr. Das Farmland von einst ist heute Halbwüste.

"Beginn und Ende der Regenzeit sind inzwischen nicht mehr vorhersagbar", bestätigt der Ökologe Jesse Njoka von der Universität Nairobi. Meteorologen des staatlichen Wetteramts beobachten mehr und schlimmere extreme Klimaphänomene. "Wenn man die Regenfälle der vergangenen 25 Jahre vergleicht, sieht man, dass etwa Dürren und Überschwemmungen dramatisch zugenommen haben", bilanziert ihr Leiter Peter Ambenje. Und es wird wärmer: In Kericho etwa, dem Zentrum des Teeanbaus im kenianischen Hochland, stieg die Höchsttemperatur in den vergangenen 20 Jahren um 3,5 Grad. Anderswo im Land ist es ähnlich.



Flüchtlinge in Somalia (Bild: Marc Engelhardt)


Der vollständige Artikel erschien in der Frankfurter Rundschau

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