BUND Klimaschutz

Das Meereis schmilzt

Das Eisvolumen der Arktis wird auf über 3.100.000 km³ geschätzt, wobei der Grönländische Eisschild den größten Teil davon ausmacht. Die beschleunigte Erwärmung in der Arktis kurbelt die Geschwindigkeit an, mit der die arktischen Eisflächen schmelzen.

In den letzten 30 Jahren ist das Meereis um 8 Prozent zurück gegangen. Das entspricht einer Fläche von bis zu 1 Mio. km² und ist größer als die Fläche von Norwegen, Schweden und Dänemark zusammen.

Bis zum Jahr 2100 wird eine zusätzliche Abnahme der jährlichen Eisbedeckung um bis zu 50 Prozent vorhergesagt. Betroffen ist dabei vor allem die sommerliche Eisbedeckung.

"Am Ende dieses Jahrhunderts wird es im Sommer kein Eis mehr am Nordpol geben", prognostiziert auch Olav Johannsen vom Nansen-Forschungsinstitut im norwegischen Bergen.


Überschwemmungen weltweit

Neben der Ausdehnung des Wassers durch die steigende Temperatur trägt das Abschmelzen der Landgletscher in der Arktis maßgeblich zu einem Anstieg des Meeresspiegels bei. Seit 1990 steigt der Meeresspiegel jährlich um drei Millimeter. Erwartet wird ein Anstieg um 10 - 90 cm bis zum Ende dieses Jahrhunderts, je nach zugrunde gelegtem Klima- und Emissionsszenario. Eine beschleunigte Erwärmung in der Arktis hätte verheerende Auswirkungen auf viele Küstenregionen der Welt. Allein in Bangladesch leben 17 Mio. Menschen weniger als einen Meter über dem Meeresspiegel.

Robert Corell, Vorsitzender des ACIA-Berichtes, beschreibt: "Auf Grönland ist genug Wasser gespeichert, um den Meeresspiegel um sieben Meter anzuheben. Das bedeutet, dass unter dieser Annahme der Meeresspiegel alle 50 bis 100 Jahre um einen Meter steigen könnte. Ein Meeresspiegelanstieg von einem Meter ist eine gigantische Zahl. Bangladesh würde 40 % seiner Landmasse verlieren. Einige pazifische Inselstaaten wie Tuvalu würden komplett unter Wasser liegen. Große Teile von Florida und damit auch südliche Teile Miamis wären bei einem Ein-Meter-Anstieg überflutet. Man kann sich also vorstellen, was sieben Meter innerhalb der nächsten Jahrhunderte bedeuten würde."



Quelle: photocase.de - Wallbanger


Die Malediven werben für ihr Urlaubsparadies bereits mit einem sarkastischen "Besuchen Sie uns .... solange es uns noch gibt!" Die Regierung Malés, einer der Inselstaaten der Malediven, hat in Folge der sich zuspitzenden Situation eine neue, künstliche Insel vor seiner Küste aufgeschüttet, die im Notfall die Klimaflüchtlinge beherbergen soll.


Quelle: Klimawandel in der Arktis - Ein Resümee des ACIA-Berichts von Germanwatch.


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