BUND KlimaschutzSternstunde in Brüssel, BUND baut klimafreundliche EuropaflaggeEtwa 100 Stunden war Anna-Riikka unterwegs, um den finnischen Stern nach Brüssel zu bringen. „Aber diese Aktion war es wert, die lange Reise von Helsinki über Rostock und Berlin zu unternehmen!“, sagte sie.Neben der finnischen Delegation kamen Freunde der Erde aus 14 weiteren Mitgliedsländern der EU, um anlässlich des Gipfeltreffens der EU-Staats- und Regierungschefs für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. ![]() Etwa 300 Freunde der Erde demonstrierten in Brüssel Und so sahen die Ratsmitglieder ein Meer von Bannern, sobald sie aus dem Fenster blickten. „Stoppt den Klimawandel“, stand dort in über zehn verschiedenen Sprachen. Und auch wer nicht rausguckte, konnte sich den Forderungen nicht entziehen. Gleich hinter dem Stacheldrahtzaun, der den Frühjahrsgipfel abschirmte, protestierten Aktivisten des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und seiner Dachorganisation Friends of the Earth so lautstark für ehrgeizige Klimaschutzbemühungen, dass es auch bei geschlossenen Fenstern und Türen im Ratsgebäude noch gut zu verstehen war. ![]() Die Sprechchöre waren bis ins Ratsgebäude gut zu hören Zuvor hatten die angereisten Gruppen in 15 nationalen Aktionen Unterschriften auf 2-Meter großen Sternen gesammelt. Auf diesen Europasternen waren Energiesparlampen, Windräder, Sonnen sowie durchkreuzte Ölfässer, Atomzeichen und Kohlebagger aufgemalt. Die mitgebrachten Sterne wurden während der Aktion auf einem blau bespannten Baugerüst montiert und bildeten so eine riesige EU-Flagge. Die Botschaft war klar: Die Bürgerinnen und Bürger der EU wollen erneuerbare Energien, mehr Energieeffizienz und eine Energiewende weg von Kohle- und Atomstrom. ![]() Der deutsche Stern stand für Energieeffizienz und den Ausstieg aus der Kohle Die Beschlüsse des Gipfels bleiben hinter dem Notwendigen zurück, weisen aber in die richtige Richtung. Begrüßenswert ist, dass die Staats- und Regierungschefs sich auf ein bindendes Ziel von 20% Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 festlegten und auch für Energieeffizienz ein klares Ziel formulierten (20% Energieeffizienz bis 2020). Das Reduktionsziel für Treibhausgase von 20% bis 2020 geht jedoch nicht weit genug: Für wirkungsvollen Klimaschutz hätte man ein Reduktionsziel von 30% beschließen müssen. |
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