BUND Klimaschutz

Feigenblatt "Saubere Kohle"

Hintergrundinformationen zur Vattenfall-Pilotanlage zur CO2-Abscheidung in Schwarze Pumpe

Am 29. Mai 2006 fand in Schwarze Pumpe (Brandenburg) im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel der erste Spatenstich für eine Pilotanlage zur CO2-Abscheidung statt.

Vattenfall will mit dieser Testanlage Kohle in einer künstlichen Atmosphäre aus reinem Sauerstoff verbrennen. Die Abgase enthalten dadurch eine besonders hohe Konzentration CO2. Während das Kohlendioxid in normalen Kohlekraftwerken ungefiltert in die Atmosphäre entlassen wird und unser Klima aufheizt, soll es in der Testanlage verflüssigt und unter der Erde gelagert werden.


CO2-Abscheidung ist keine Lösung für den Klimaschutz, sondern ein Ablenkungsmanöver

Der BUND kritisiert die aufwändige Kampagne, mit der sich Vattenfall ein klimafreundliches Image geben will. Die Pilotanlage ist kein wirksamer Beitrag für den Klimaschutz, denn:

  • Die Technik zur CO2-Abscheidung, Verflüssigung und Lagerung verbraucht sehr viel Energie.
  • Die Lagerung unter der Erde birgt zahlreiche Risiken.
  • Die Lagerkapazitäten für das CO2 in Deutschland würden nur für drei Jahre ausreichen.
  • Die Pilotanlage hat nur eine Kapazität von 30 Megawatt. Gleichzeitig plant Vattenfall konventionelle Kohlekraftwerke mit mehr als 2300 Megawatt Leistung, die das klimaschädliche CO2 ungefiltert ausstoßen.
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