 |
 |
BUND Regionalverband Stuttgart
Umwelttipp: Millionen unterwegs - auf Wiesen im Februar
Wie jedes Frühjahr wandern Kröten, Frösche und Molche vom Winterrevier zu ihren Laichplätzen - meist Teiche, Tümpel oder Gräben. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weist speziell auf ihren Weg über Wiesen hin. Auch nach der Eiablage verbringen viele Amphibien einen großen Teil ihrer Zeit im Gras. Die braunen Spring- und Grasfrösche, aber auch der grüne Laubfrosch, sind hier vor dem Pflug, vor Feinden sowie vor Sonne und Trockenheit sicherer als auf Äckern. Naturnahe Wiesen bieten Nahrung in Hülle und Fülle, wie kleine Nacktschnecken, Raupen und Insekten.
Im Herbst graben sich die meisten Kröten und Frösche in lockeren Boden ein - zum Schutz vor Kälte und vor Feinden. Der Anstieg der Bodentemperatur im Frühjahr gibt den Startschuss: Bei der Erdkröte etwa beginnt die Wanderung zum Laichtümpel bei 6 Grad Celsius Bodentemperatur Ende Februar bis Anfang März, bei den Fröschen meist früher. Die Amphibien gehen meist auf Nummer sicher: Sie suchen zu Paarung und Eiablage am liebsten das Gewässer auf, in dem sie selbst groß geworden sind.
Viele freiwillige Helfer bewahren die Tiere bei ihrer Wanderung über Straßen vor dem Verkehrstod. Moderner Amphibienschutz beschränkt sich heute aber nicht mehr allein auf das abendliche "Krötensammeln" längs der Straßen: Die Fachleute für Frösche kümmern sich heute intensiv um Erhalt und Erweiterung der Lebensräume dieser Tiere. Dabei stehen feuchte Wiesen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Wer Krötenwanderung und -schutz aus nächster Nähe miterleben will, meldet sich am besten unter 0711 / 61970-42 oder informiert sich hier auf unserer Seite. Dort erfahren sie, wo in ihrer Nähe eine BUND-Ortsgruppe den Amphibien aktiv unter die Arme greift. Vielen ist so schon Frosch & Co. ans Herz gewachsen. Sie wollen dann auch bei der Wiesepflege im Sommer dabei sein - ein Engagement mit garantiert quakendem Beifall.
Rückfragen an:
Jürgen Merks
BUND Regionalverband Stuttgart
Rotebühlstr. 86/1
70178 Stuttgart
fon 0711/61970-42
E-Mail: juergen.merks@bund.net
|